Der IT-Stein der Weisen

03.12.2020

Es heisst oft, Daten seien das neue Gold; sie können aber genauso gut einfach nur Altmetall sein. Etwa dann, wenn sie weder schnell noch in übersichtlicher Form zur Verfügung stehen.

Das Zauberwort heisst hier Datenmanagement, und worauf es dabei zu achten gilt, sagt Ihnen Johannes Wackerbarth, Product Manager ECM bei Graphax.

Worauf gilt es beim Datenmanagement zu achten?
Johannes Wackerbarth: Viele Daten werden bereits heute mithilfe von Softwarelösungen strukturiert abgelegt. Was jedoch unterschätzt wird, ist, wie viele Daten unstrukturiert in E-Mails oder in PDFs vorhanden sind. Daher sollte man beim Datenmanagement beginnen, unstrukturierte Daten zu strukturieren und zu vernetzen. Die dadurch generierten Informationen helfen Unternehmen, bessere Entscheidungen zu treffen.

Wo bestehen in der Schweiz die grössten Marktchancen?
Es wurden über die Jahre nichtverknüpfte Softwarelösungen aufgebaut, welche Unternehmen vor die Herausforderung stellen, Zugang zu relevanten Informationen zu bekommen. Ein grosses Potenzial besteht darin, Datensilos zu konsolidieren, zu verknüpfen und den Datenfluss zwischen den Systemen durch den Einsatz von Schnittstellen zu ermöglichen. Gerade bei KMUs herrscht teilweise grosser Aufholbedarf.

Wie muss ein Reseller oder Integrator aufgestellt sein, um möglichst erfolgreich zu sein?
Die schwierigste Herausforderung ist es, das Know-how über Softwaresysteme und Technologien mit dem Verständnis für betriebswirtschaftliche Geschäftsprozesse in Einklang zu bringen. Mit dem nötigen Fachwissen, der Erfahrung und Referenzen für bereits erfolgreich umgesetzte Projekte ist es heutzutage möglich, das Vertrauen der Kunden für sich zu gewinnen. Da die Kunden ihre geschäftskritischen Prozesse in die Hände eines IT-Integrators legen, ist das Vertrauen am Ende der entscheidende Faktor.

(Quelle: IT-Markt 12/2020)

 

 

 

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